Die Mutter der Dummen…

…ist immer schwanger! Und wenn sie auch noch während dem Stillen trinkt, gibt’s garantiert Rauschkinder, die später Karriere als Dorfdeppen machen. In einem Kaff nicht weit von hier sieht man sogar doppelt, hier steht die Wiege der Schnapsidee des Jahrhunderts. Wie konnte es dazu kommen? Nun, sind die Köpfe flacher als das Land, ist es vom Weihwasser nur ein feinstofflicher Schritt zur Engelessenz, Bauer fängt Bauer. Nun sind die Busenbrüder aber nicht an schlamperten Esoteriktanten interessiert, sondern an der grossen Welt voller Frauen, die mit Nachnamen Jpeg heissen. Also flugs eine billige Sonnenbrille aufgesetzt und den Playboy rausgekehrt. Das Herstellungsprinzip erinnert ein wenig an den legendären Blümchenkaffee, der in der höchsten homöopathischen Potenz aus dem Schatten einer Bohne bestand, die an einem Bindfaden durch die Küche getragen wurde, um den Inhalt des Endbehältnises eine scheinbar dunklere Färbung zu verleihen. Mehr als diese temporär-partielle Tassenfinsternis wurde dem heissen Wasser nicht gegönnt, die Stärke des Glaubens machte den Sud. Der fehlt mir hier trotz penetranter Werbebotschaft, beim gezeigten Produktionsprozess geht doch das Meiste daneben, der Fabrikalltag gestaltet sich wohl weit weniger lasziv. Ich denke da an eine unbequeme Körperhaltung über einem Trichter, dem industriellen Melken ähnlich oder auch der Harnflussmessung beim Urologen. Kein Job für Hochglanzkühe, hinter dem Geilheitsgebot dürften wohl eher Billigbusen aus Osteuropa stehen bzw. hängen. Das wäre dann genau wie beim Höschenhandel, wo sich die Garantie nur auf das „getragen“ bezieht, nicht auf das „von“. Oft ist der Inhalt nicht mit der Anbieterin identisch, diese wiederum nicht mit dem Katalogfoto, ja selbst das Geschlecht muss nicht stimmen. Rieseln die Spirituosen am Ende über Biertitten arbeitsloser Tapfheimer Transsexueller? „Frau“ ist ja kein geschützter Begriff, so kann sich jeder in einem Kleid nennen. Mehr Männerfantasie als Verstand hatte auch der Taufpate, dem „Brustbommerlunder“ billig, aber nicht recht war. Stattdessen bemühte er den Analokalismus „G-Spot“ als Basis, ein denkbarer Wink mit dem Zaunpfahl wäre auch die machoamerikanische Umschreibung „Zero-G“ für schwerkraftzersetzende Plastikdinger.  Und last but not least ist das Logo auch mehr Dings als Bums, allein deswegen würde ich schon den Preis nicht zahlen, da könnte flüssiges Gold drin sein. Leider ist der Werberat ein reichlich zahnloses Gremium, im Gegensatz zu Kulturgütern lässt sich Werbung für Müll und dieser selbst kaum verbieten. Die Richter in Karlsruhe würden wohl auch eine diesbezügliche Verfassungsklage abweisen, da gibt es andere Würdedelikte, da könnte ja jeder kommen. Ein Shitstorm? Wenn die Mädels von FEMEN in der schwäbischen Provinz auflaufen würden, wäre das eher noch mehr Werbung.
Fackeln & Heugabeln sind wiederum bei der Justiz gar nicht beliebt, also was tun? Weitersagen, dass man sich mit dem Kauf dieses Brands zum Obst macht…

UPDATE: Jetzt weiss ich wieder, woran mich diese „Idee“ erinnert hat: Red Tick Beer

UPDATE 2: Die Mädchenmannschaft ist erwartungsgemäss nicht interessiert, frau strickt lieber weiter an haarsträubenden Gender-Theorien. Was natürlich kein Stück gegen den realexistierenden Sexismus hilft, den muss man schon konkret in den Arsch treten…

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Über twixraider

Raider heißt jetzt Twix… sonst ändert sich nix, ich suche immer noch einen Job als Scherzkeks.
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2 Antworten zu Die Mutter der Dummen…

  1. kreadiv schreibt:

    Was mir hier sauer aufstößt, ist, dass besonders kritisiert wird, dass das Produkt nicht hält, was die Werbung dem Manne verspricht.
    D.h. also:
    Sind die Abfülltitten geil
    wird das Produkt erst richtig steil

    Zu therapeutischen Zwecken würde ich allen Beteiligten Lac Maternum oder ein anderes Milchmittel verordnen: http://www.naturmedinfo.de/html/milks.html. An Energieübertragung scheinen die Herren ja zu glauben.

    Melde das Ganze doch an die Mädchenmannschaft (http://maedchenmannschaft.net/), solch lokale dicke Hosenträger werden sie nicht mitbekommen.

    • twixraider schreibt:

      Moooment! Die Quacksalberei rundet die Geschmacklosigkeit erst richtig ab, das bringt im günstigsten Fall das Fass zum Überlaufen. Viele Männer werden „Was spricht dagegen wenn eine schöne Frau…“ argumentieren, für die ist Würde banane. Reibt man ihnen Aberglauben (höchst unmännlich!) unter die Nase, sind sie eher geneigt zu verstehen, wie faul der Zauber für die Trägersubstanten ist, so übertrage ich dunkle Energie, das ist verbale Teufelsessenz reinster Galle. Ich persönlich würde das Zeug nicht geschenkt saufen, auch bzw. besonders wenn es vor meinen Augen abgefüllt würde. Warum petzt du nicht bei der Mädchenmannschaft? Nicht, dass ich den „Verrat“ scheue, nur nehmen derlei Interessenverbände sachdienliche Hinweise lieber von ihresgleichen an, frau selbst ist ja auch nicht vor dem Cliquenchauvinismus gefeit… vor Sexgötzenverehrung ebenfalls, es soll schon Badebrühe von Schauspielern & Sängern erfolgreich feilgeboten worden sein. „Justin Bieber Nudelsuppe, garantiert limitierte Auflage, 30 ml nur 49,90. Nur noch wenige Fläschchen vorrätig, rufen Sie JETZT an!“

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