Ad Acta

Immer wieder werde ich gefragt, wie das so ist mit der Verwendung fremden Bildmaterials in Blogs. Wenn ich das so genau wüsste! Von Rechts wegen müsste man jeden schriftlich um Erlaubnis fragen. In der Praxis sollte man nur Bildlinks setzen und die Quelle angeben, in der Regel tut es der Bildlink als Backlink auch. Das frisst zwar immer noch Bandbreite, ist aber noch kein echtes geistiges Eigentumsdelikt, selbst kommerzielle Webseiten drücken meist ein Auge zu. Leben und leben lassen. Gestohlene Bilder zu stehlen ist wieder eine eigene Moral von der Geschichte, ein mehr dummes als böses Beispiel hier. Gut, Roy Black ist Stadtheiliger, aber deswegen noch lange keine public domain. Das Originalfoto gehört immer noch der Plattenfima, auch die Familie hat noch gewisse Rechte an seinen Bildern. Doch Moment, es handelt sich ja eben nicht um ein Original, sondern um eine Adaption mit einer gewissen Eigenschöpfungskraft, ein Portrait ist ein visuelles Zitat. So könnte man argumentieren, wenn dieses selbst erstellt wurde. Wurde es aber nicht, der Bildredakteur hat sich bequemerweise anderweitig bedient, genauer gesagt hier. Man muss keine Experte sein, die Bilder gleichen sich nicht zufällig wie die sprichwörtlichen Eier. Fotos in Strichzeichnungen umzuwandeln ist eine Wissenschaft, so frappierend ähnliche Ergebnisse bekommt man nur, wenn man die selbe Software mit den selben Einstellungen auf das selbe Ausgangsmaterial anwendet. Ein solcher Zufall ist möglich, aber unwahrscheinlich. Googeln, zuschneiden, entspannen. Wäre auch noch nicht so schlimm, wenn es sich um einen arglosen Fan und nicht um angebliche Profis handeln würde, die auch noch eine kommerzielle Veranstaltung* bewerben. Die hätten sich nun wirklich selbst die Mühe machen können, eine Bilddatei durch einen Filter zu jagen. Oder ist diese schnöde Leistungs-Piraterie nur symptomatisch für die Veranstaltung selbst? Kuckt man sich die Abstimmung hier genauer an, kratzt sich der Kenner am Kopf. Zur Wahl stehen nur die aktuell üblichen Verdächtigen, da wurde schon kräftig gefiltert. Vorschläge und Stimmen haben eh kein Gewicht, „Die endgültige Entscheidung über die Preisvergabe obliegt der Jury.“ heisst juristisch nichts anderes als „Eure Meinung interessiert uns nicht!“. Demokratie ala Raab oder Putin, mir kommen die Tränen. Die Roy und ich lachend vergiessen würden, wenn die Nachurheber der Grafik Stunk machen würden… eine solche ausgesprochene Dummdreistigkeit muss bestraft werden!

*der Eintritt mag frei sein, jedoch sind Sponsoren im Spiel, die für ihr Geld Werbung machen dürfen. Deren Namen und/oder Logos kriegt man überall reingedrückt, ergo bestehen finanzielle Interessen, Punkt.

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Über twixraider

Raider heißt jetzt Twix… sonst ändert sich nix, ich suche immer noch einen Job als Scherzkeks.
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