Hauknecht weiss…

…was Vatis wünschen, eine saubere Stube und pünktlich ein warmes Essen auf dem Tisch. Und da der Vater aller Dinge der Krieg ist, ist es wenig verwunderlich, dass Mars Venus mit allerlei mehr oder weniger nützlichen Gerätschaften versorgt. Die Frau Kollegin aus der Suppenküche hat über den Umweg der lieben Schwiegermutter einen Heinzelbot bekommen, da kostet das billigste Modell schon 299,- Oironen. Nur zum Vergleich, dafür kriegt man schon zwei ziemlich gute Staubsauger zum Selberschubsen. Was kriegt man für das Doppelte? Das kleine Geschwisterchen von R2-D2 läuft natürlich mit Akku, aber nicht lange. Jedenfalls um einiges kürzer, als es an der Ladestation hängt, der Einsatz will also gut geplant sein. Ja, er geht selbständig zum Tanken, wenn er die Home Base findet. Nur wenn sich der Akku während der Ruhephase teilweise entladen hat (was alle Akkus tun), arbeitet er entsprechend kurz. Halbleere Akkus zu laden ist schlecht, das verkürzt die Lebensdauer, Garantie ist eh nur 6 Monate. Dafür ist der Magen schnell voll, ist ja nur ein Mini-Mecha-Droide. Die tatsächliche Saugkraft entspricht seinem Gewicht, mit ordentlich Bürstendruck arbeitet er also nicht. Er sieht den Schmutz auch nicht wirklich gut, er fährt im Prinzip einfach stur den ganzen Raum ab. Wenn man eine kahle Designerwohnung hat, mit dem durchschnittlichen Familiensaustall ist das Gerät hoffnungslos überfordert. Das ist es aber auch schon mit Ecken, das Ding ist ja rund. Kurz: Ein Spielzeug. Genauer gesagt, ein Kriegsspielzeug, ein Nebenprodukt der Rüstungsindustrie. Selbige Firma stellt nämlich auch Schlachtdroiden her, hier eine Auswahl. Es ist zwar immer die Rede von Aufklärung, aber die Nutzlast kann auch aus Waffensystemen bestehen. Die gibt es als Vollautomatik, selbstständiges Suchen & Säubern, kein Mensch muss sich die Finger am Joystick blutig machen. Der Techno-Trend geht zwar zu fliegenden Killbots, die Landmodelle werden aber trotzdem weiterentwickelt. U.A. mit dem Geld argloser Schwiegermütter. Halt, Moment, in den eigenen vier Wänden steckt noch mehr Feuerkraft. Und zwar in der Küche. Glaubt ihr nicht? Macht euch einfach Popcorn mit der selben Technologie, die auch im ADS steckt. Genau, eine Mikrowellenkanone, ein mobiler Personengrill. Nicht-tödlich ist ein Witz, die Wirkung ist selbst bei Stufe „Auftauen“ nicht zu kontrollieren, ein leichter Sonnenbrand ist Minimum, Jahre später droht Krebs, die Strahlung geht ja unter die Haut. Und bei der Stufe, die den häuslichen 800 Watt entspricht, platzt man wie ein Ei. Der Zusammenhang? Ein Mitarbeiter der ADS-Herstellers Raytheon hat tatsächlich den Mikrowellenherd erfunden. Zufällig, während er an militärischer Radartechnologie gearbeitet hat. Ob der immer noch an diesem zivilen Patent verdient, weiss ich nicht. Doch er hat lange, bis 1997 hat die Tarntochterfirma Amana mit dem Küchengerät ordentlich Geld in die Kriegskasse des Konzerns gespült. Damit wird jetzt neben vielen anderen Kriegsspielzeugen auch der Traum jedes Kindes im General entwickelt, das Exoskelett. An einer zivilen Version für Bauern wird schon gebastelt, das elegante Modell für die moderne Hausfrau ist auch nur noch eine Frage der Zeit. Das wäre mal wirklich ein praktisches Nebenprodukt, denn ausser den normalen Lasten des Alltags wie Getränkekisten kann das kleine schwarze Kraftpaket auch gegen den natürlichen Feind jeder Frau eingesetzt werden: Die Schwiegermutter.

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Über twixraider

Raider heißt jetzt Twix… sonst ändert sich nix, ich suche immer noch einen Job als Scherzkeks.
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