Suppenkaspar reloaded

Vetterleswirt Alfons Schuhbeck nervt. Nicht nur Bahnreisende und Fernsehzuschauer, jetzt sogar auch seine Verwandschaft, die er des Namenraubs bezichtigt, Artikel dazu hier und hier. Zur Erinnerung, der Fonsä wurde adoptiert, obwohl er als auch der Adopteur Familie bzw. Verwandtschaft hatte, noch dazu als junger Erwachsener, was etwas an den Biesl-Fred erinnert, der seinen grenzwertig erworbenen guten Namen auch noch an Hinz & Kunz weiterverkauft hat. Mit den Worten von Feinschmecker Obelix: „Das ist nicht gut, was du da kochst!“. Jetzt sind ja ohnehin viele Leute der Meinung, der Alfons mache seinem Adoptivvater Schande, der Senior hätte das so nicht gewollt, mit dem den ganzen Rummel und den Totalausverkauf des Namens. Über den gibt es nicht viel zu lesen, höchsten hier im Journal und eher zwischen den Zeilen. Auf geht’s, lassen wir mal den Politiker und dessen obligatorischen Klüngelstreiche (Widerstand des Naturschutz überwunden?) mal beiseite, aufschlussreich bezüglich des Charakters sind seine kombinierten Verdienste um Vaterland und Kunst. Und fragen uns, warum die russischen Hausbesitzer die schöne Ikone einfach zurückgelassen haben. Vielleicht, weil sie aus gutem Grund Hals über Kopf vor den Landsern geflohen sind? Und zwar nicht 1944, sondern früher, was das Histörchen in seiner Glaubwürdigkeit mindert. Jetzt könnte man natürlich sagen, ja, der heilige Sebastian hat nicht den Hausfrieden gebrochen, sondern verhindert, dass das Kunstwerk ein Raub der Flammen wurde (wenn das Feuer überhaupt schon an war, gebrandschatzt wurde beim Verlassen der Ortschaft) . Edel, hilfreich und gut, aber dummerweise nur, wenn man das gute Stück an seine Besitzer zurück gibt, ansonsten ist es Beutekunst. Und diese ist immer noch hier zu finden. Nein, die Grösse ist bei Ikonen nicht unbedingt entscheidend für die immer noch ständig steigenden Preise (richtig gute Stücke können bis zu 30.000 Euro bringen, nach Oben ist bei Auktionen kein Limit). Und selbst wenn das kleine, hölzerne Heiligenbildchen nur 1,50- wert sein sollte, es hat Schuhbeck sen. niemals gehört. Darum geht es, mein & dein, den lästigen Eigentumsbegriff. Nun denn, hat den der Fonsä von seinem Mentor und Grundausbilder zum Wirt alias Koch/Gastronomie- & Hotelkaufmann vielleicht auch so „grosszügig“ auszulegen gelernt? Der Fonsä geht ja immer mit seiner Pleite hausieren, an der natürlich unredliche Finanzberater schuld waren (und nicht die eigene Gier nach unrealistischen Renditen) und aus der er sich herausgeschuftet hat. „Schuft“ ist das Stichwort, sein Pleitegeier war nämlich ziemlich pikant gewürzt, das Rezept Schlawiner Art hier. Nach Adam Zwegat würden die ganzen Leben einer grossen Kasserolle voller Katzen nicht ausreichen, um aus diesen Schulden wieder rauszukommen. Preisfrage: Wer würde schon Blut, Schweiss und Tränen in ein Gastro-Imperium investieren, wenn jeder verdiente Cent über dem Pfändungsfreibetrag an den bösen Gerichtsvollzieher geht? Also muss sich der Fonsä irgendwie anders saniert haben. Musste er nicht wirklich, das Verfahren wurde eingestellt. Warum? Das weiss vielleicht sein einflussreicher Amigo, der rührige Wurst-Uli, der sich auch gerne um Namen streitet. Und jetzt will der Fonsä seinem Vetter honoris causa den gemeinsamen Nachnamen im Internet streitig machen, nachdem die waschechte Verwandtschaft erbtechnisch schon mit dem Backofenrohr in die Alpen gekuckt hat und er den Namen Schuhbeck nicht einmal an sein eigen Fleisch und Blut weitergibt, sein Geheimrezept für Familie zum Mitnehmen hier. Jetzt würde ich mich nicht wundern, wenn einer der gebürtigen Schuhbecks versuchen würde, dem Fonsä die Benutzung des Namens zu untersagen, bevor dieser endgültig zum Schimpfwort wird…

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Über twixraider

Raider heißt jetzt Twix… sonst ändert sich nix, ich suche immer noch einen Job als Scherzkeks.
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2 Antworten zu Suppenkaspar reloaded

  1. kreadiv schreibt:

    Sauber! So ein Erzbazi! Da legst di nieder und stehst nimmer af!

    Schad, dass es das Königlich Bayerische Amtsgericht nimmer gibt! Da hätt der Herr Rat das kriminelle Bürscherl scho lang abführen lassen.

    • twixraider schreibt:

      Der Herr Rat wäre ob des heutigen Münchner Filz hoffnungslos überfordert, und Letzterer wusste schon, warum er das Volk der Bayern 1840 im doppelten Sinne entwaffnet hat:
      http://de.wikipedia.org/wiki/Haberfeldtreiben
      War Schuhbeck wirklich ein Opfer? Höchstens der eigenen Gier, jeder Banklehrling hätte ihm sagen können, dass 30 – 50% Rendite nur im Märchen funktionieren, bei solchen Spielen gewinnt immer nur der Initiator:
      http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14977411.html
      Bekannte zur Abwendung des eigenen Ruins anzupumpen, als das System Winkler auf seiner Ebene zusammenbrach, nenne ich Beschaffungskriminalität. Aber wer prominent ist und Amigos hat, kommt mit einem blauen Auge davon, heute steht der Fonsä besser da denn je. Und wie das Vorgehen gegen seinen Namensvetter beweist, hat ihn die Affäre alles gelehrt, nur nicht die vielzitierte Bescheidenheit.

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