Bilanz des Schreckens

Skandal: Polizei kauft Neonavis!

Nach der „Aufklärung“ der Döner-Morde wurde besonders laut nach einem NPD-Verbot geschrieen, doch jetzt ist die heisse Luft schon wieder raus. Ein Verbot brächte gar nix, so Experten diverser Fraktionen, damit würde man nur eine Parallelgesellschaft schaffen. Guten Morgen, die ist doch schon längst da, die NPD ist deren Scheinfirma. Schlimmer noch, wir finanzieren diese Schickelgruber GmbH mit Steuergeldern. Und auch wenn deren Parteienfinanzierung dank hausgemachter Dummheiten eher mager ausfällt, jeder Euro ist zu viel, dito die Fraktionsgelder und die Wahlkampfkostenerstattung. Für Ausstiegshilfsorganisationen wie Exit Deutschland hingegen ist selten genug Geld da, die müssen immer wieder um ihr vergleichsweise bescheidenes Budget bangen. Nicht so die dunkelbezifferten 100 V-Leute bei NPD, die müssen nicht von Hartz IV leben, die haben sogar eine tarifliche Besoldung. Die dürfte nicht zu knapp ausfallen, immerhin riskieren sie ihr Leben. Oder auch nicht, wenn sie als Scheinspitzel arbeiten und den Verfassungslosenschutz nur mit wertlosen Statusmeldungen („ossi88 likes Hitler“) abspeisen. Ein reines Erfolgshonorar wie in der Drogenszene (bei Beschlagnahmung wird ein Prozentsatz des Strassenverkaufswerts gezahlt) ist auch eher unwahrscheinlich, je nach Rang in der NPD kann man von 3 bis 10 „Braunen“ (Rotwelsch für Tausender) Festgehalt ausgehen. Seien wir sparsam und sagen wir, die 100 Neonavis kosten 250.000 Oironen jeden Monat. Macht 3 Millionen im Jahr (Etat der BfV-Zentrale: 174 Millionen), der erste Döner-Mord war 2000… Autschn! Seien wir noch etwas „realistischer“ und gehen für die letzten 11 Jahre von durchschnittlich 30 (Hartz I)V-Leuten (auch nur für die 6.600 Mitglieder der NPD, die gewaltbereite Szene ist ja um vielfaches grösser) aus, die monatlich 22.194,30 Oiro kosten. Macht für die Nicht-Aufklärung der Taten der Zwickauer Zelle immer noch 2.919.647,60 Oiro. Exklusive all der vielen Dienststunden der Soko Bosporus und der Ermittler im Fall Kiesewetter, den Banküberfällen etc. pp.. Das muss man sich mal vorstellen, die ??? waren bereits 1996 auf dem Raster, haben also insgesamt 15 Jahre im Schatten der NPD ihr Unwesen getrieben, direkt unter der Nase des Verfassungsschutzes. Unterm Strich bleibt ein enormer volkswirtschaftlicher Schaden plus (mindestens) 11 Tote und 23 Verletzte. Ach ja, die 15 Jahre des Versagens müssen jetzt ja aufgearbeitet werden, da kommt noch einiges zusammen. Und jetzt erzähl mir noch jemand, mit einer illegalen NPD wäre es noch schlimmer gekommen… lern Rechnen!

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Über twixraider

Raider heißt jetzt Twix… sonst ändert sich nix, ich suche immer noch einen Job als Scherzkeks.
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2 Antworten zu Bilanz des Schreckens

  1. Medienkanzler schreibt:

    Eine wunderschöne Glosse. Gehört glatt auf die Bühne oder ins Radio….

    • twixraider schreibt:

      Danke. Satitrekritiker Harald Schmidt hätte gesagt „Mumpitz, besorgen sie sich mal die echten Zahlen!“. Doch woher stehlen? Ich bin ja mal gespannt, ob gegen das BfV ermittelt wird. Und ob man dann noch etwas anderes findet als heissgelaufene Reisswölfe und blitzblanke Festplatten… das Foto zeigt übrigens einen Heimkehrer vom letzten Castor-Betriebsausflug. Einer von vielen, da kamen über ein halbes Dutzend Wannen aus dem Bundesland des grünen Ministerpräsidenten mit jeweils zwei Mann Besatzung an. Was das wieder an Atommüllgebühren zu Lasten des Steuerzahlers gekostet hat, will ich lieber auch nicht wissen…

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