„Viel Zorn in ihm ist…“

„… wie in seinem Vater!“

Ja, warum ist denn soviel Zorn im Twix? Burn-Out-Syndrom? Nee, eher Roll-Thru, die lieben Kollegen sind zum Haareraufen. Bis auf eine piepsige Gegenstimme wurde folgende „Verlagsveröffentlichung“ zum Thema „lokale Modeprodukte“ durchgewunken, kuckst du hier. Huch, eine Fummeltrine im Pelz! Letzteres geht mal gar nicht in einem Stadtmagazin. Da geht’s jetzt nicht die linken Wurzeln und politische Traditionen des Mediums, man muss auch die Veganatiker von PETA nicht mögen, Pelz ist einfach dekadent bzw. Folter und Mord an Tieren. Nee, barbarisch ist anders, Barbaren hatten wirklich nix anzuziehen, ausserdem haben sie die Tiere wenigstens selber gefressen, statt sie ihren Artgenossen als Beifutter unterzujubeln, so enden nämlich nackte Nerze. Das Model – eine lokale Berüchtigtkeit aus der bunten Welt der Travestie für Arme – ist auch ein Kopfschuss im Quadrat, politisch und wirtschaftlich. Viele Anzeigenkunden sind nämlich etwas konservativ bis homophob. Aber selbst mit höchster Toleranz, wenn soll das ansprechen? Pelzkäufer und -träger sind in der Regel doch eher hetero Edelprolls. Wenn SIE jetzt IHN fragen würde „Kaufst du mir das?“, würde ER sagen „Willst du aussehen wie eine Fummeltrine?“. Wenn ER jetzt SIE fragen würde „Soll ich dir das kaufen?“ würde SIE sagen „Will ich aussehen wie eine Fummeltrine?“. Das funzt nicht, der Pelz „ziert“ das Model, aber das Model verkauft den Pelz. Die Gisele aus der Werbung wird in der Realität zum Kummerbündchen. Anders ausgedrückt: Je teurer der Pelz, desto nötiger haben ihn seine Trägerinnen. Die sehen zwar selbst aus wie gefriergetrocknete Tunten, würde aber niemals, niemals deren Klamotten auftragen. Wenn sich also jemand von diesem Model angesprochen fühlt, dann höchstens Artgenossen, die bevorzugen aber eher Leder. Scherz, die meisten Schwulen besitzen immerhin so viel Geschmack, nur den eigenen Pelz zu tragen, da können echte Frauen noch was lernen. Kurz: marketingtechnisch wurde das Thema total verfehlt. Aber das ist noch steigerungsfähig, bitte umblättern auf Seite 52 -53. Hurra, eine echte… Frau? Jawollja, eine Tänzerin. Die Physiognomie täuscht, sie kommt nicht aus Biafra. Sie kaschiert nur mit tonnenweise Make-Up ihre Berufskrankheit, gallopierenden Skorbut. Müsste ich in eine Ballettvorführung, würde ich das Opernglass dankend ablehnen, diese wandelnde Mangelerscheinung jagt mir Schauer über den Rücken. Die geht gerade noch so als Calavera durch, aber nicht als Model, schlank und ausgezehrt sind zwei Paar Waschlederstiefel. Als Sympathieträgerin für ein unsympathisches Produkt also auch denkbar ungeeignet, siehe oben. Wir fassen zusammen:

Ein Scheiss-Produkt, scheisse präsentiert und bezahlt. Denn die „Verantwortlichen“ haben nämlich auch noch viel zu wenig Judaslohn dafür verlangt, von einem moralischen Schmerzensgeld mal ganz abgesehen. Und diese Shit-Lords erklären mir sowohl ständig als auch unaufgefordert meine(e) Beruf(e), sie haben ja die Weisheit mit dem Löffeln geschnupft. Manchmal möchte ich ins Büro gehen und…

Ach ja, zu Weihnachten will ich ein neues Laserschwert. Das alte ist schon so stumpf, damit kann man kaum ein Loch in den Pelz eines Ewok brennen…

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Über twixraider

Raider heißt jetzt Twix… sonst ändert sich nix, ich suche immer noch einen Job als Scherzkeks.
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