Geben ist seliger den Beben!

Wichtiges Update: Das Motiv ist NICHT public Domain, sondern common License. D.h., es darf bis auf die Anpassung an Druckfarbprofile nicht verändert werden. Es dürfen auch keine Namen oder Logos hinzugefügt werden, Slogans bitte nur im direkten Kontext mit Tsunami-Benefiz. Kurz gesagt, keine kommerzielle Nutzung. Danke!

Auf Deviantart hat eine Göre aus den Staaten rumgefragt, ob jemand Ideen oder fertige Designs für T-Shirts hat, die sie auf ihrer Tsunami-Benefizveranstaltung an ihrer Schule verkloppen kann. Just drei Tage zuvor bin ich über die alte japanische Pop-Ikone Namazu gestolpert, einen Artikel in Deutsch über den bärtigen Krachmacher findet ihr hier. Bei einigen der Namazu-e genannten Illustrationen dachte ich an die Grinsekatz, was ja dann auch irgendwie wieder zum schielenden Katzenfisch passt. Jetzt ein Beispiel für meinen Hoppelhasenverstand: Wenn sich das Gesicht der Grinsekatz aus dem Mond bilden kann, dann könnte sich das des Katzenfischs doch aus der Sonne bilden, auch bekannt als Hi no maru. Gesagt, getan, Augen, Nase und Mund waren ja schnell konstruiert. Die „Schnurrhaare“ waren etwas kniffliger, aber auch relativ flott erstellt. Die habe ich nicht ganz so geschwungen angelegt, Namazu sollte ja milde gestimmt wirken und lächeln, also auch keine Zickzackzähne. Das Ganze auf die japanische Flagge geklatscht und…

Ob das Mädel meine Fischflagge auch verwenden wird, steht noch in den Sternen, die scheint mir eher Emo-Kitsch zu bevorzugen. Und selbst wenn, das Copyright bleibt hübsch bei mir. Sollte also jemand etwas ähnliches planen, für Benefiz gebe ich das Design gerne her (Verwendung für den persönlichen Gebrauch ist gestattet, ggf. bitte hier eine kleine Spende an das DRK und/oder hier an die WSPA oder bei der speziellen Benefizaktion der deutschen Fukushima-Partnerstadt hier hinterlassen, danke!) , hier eine printfähige Datei für den T-Shirt-Druck (sollte problemlos mit dem Laser-, Sieb-, Flexo- & Flockverfahren funzen). Namensnennung und ein kurzes Feedback wäre nett. Ich will ja wissen, ob und wie mein Baby bei den Leuten angekommen ist… Alter, hast’e mal ’n Yen?

Test im Flockdruck, mit 12 € ohne Shirt ganz schön aber saftig…

Vorläufiger Epilog: Ich habe mich nicht auf den viralen Effekt von Blogs verlassen, sondern das Konzept allen möglichen Organisationen und Leuten angeboten. Wie sauer Sake, immer und immer wieder, in unterschiedlichen Variationen. Ganze zwei (in Zahlen: 2)  haben geantwortet, weil sie es nicht verstanden haben. Nach einer erneuten Erklärung mit Handpuppen war Funkstille, kein „Nein danke!“ oder „Blöde Idee!“. Null, nix, nada bzw. 08/15, man lässt lieber 1000 Kraniche in Kinderarbeit falten und und stellt sich dann blöde grinsend mit einem Scheck vor die Kamera (es geht auch anders, in der Partnerstadt von Fukushima haben die Kraniche kein „Gesicht“, die Stadt tritt als Kolektiv und in nahezu japanischer Bescheidenheit auf). PR, darum geht es den meisten Wohltätern. Grenzwertig finde ich übrigens auch alle Aktionen, an denen auch noch mitverdient wird, wie z.B. Konzerte. Da reiben sich die Clubbesitzer die Hände, weil sie von ihrem Getränkeumsatz natürlich keinen müden Cent abgeben… zum Kotzen!

Nachvorläufiger Epilog: Inzwischen habe ich doch mehr Feedback bekommen, sogar relativ positives. Die Variante mit dem Download gegen eine freiwillige Spende wird getestet, mehr dazu wenn es soweit ist. Der Druck von T-Shirts auf Vorrat bzw. ins Blaue ist zu riskant, „on demand“ zu kompliziert, evtl. gibt es noch eine Sparwitzfassung im ganz kleinen Rahmen. Was besser ankam, war die Idee einer Benefiz-Postkarte. Die Produktion ist billig, jetzt knobeln wir noch die Details aus. In denen steckt bekanntlich der Teufel, der Vertrieb will gut organisiert sein… die höchste Gewinnspanne nützt nämlich einen Dreck, wenn man sein Zeug nicht an den Mann bringen kann!

Zwischennachvorläufiger Epilog: Was hat die ELLE, was ich nicht habe? Ach so, grosse Namen… ihre T-Shirt-Aktion findet iht hier, rechnet euch selber aus, wie „grosszügig“ die Sponsoren waren. Meiner Kalkulation nach hat das Marco Polo aus der Portokasse gezahlt, mehr als 5 Euro kann so ein Shirt in der Produktion nicht kosten. Und ich fress einen Besen, wenn mytheresa wirklich 9 Euro für den Versand eines lumpigen Shirts blecht, ein unversicherter Grossbrief kostet 1,45, ein Päckchen 3,90. Viel heisse Luft!

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Über twixraider

Raider heißt jetzt Twix… sonst ändert sich nix, ich suche immer noch einen Job als Scherzkeks.
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3 Antworten zu Geben ist seliger den Beben!

  1. kreadiv schreibt:

    Well done! 🙂
    Ist das Rot rechts etwas heller? Mir kommt’s so vor. Das find ich besser.

    • twixraider schreibt:

      Erstaunlich, dass der Simultankontrast bei so nahezu identischen Motiven eintritt. Es liegt nicht an den leicht unterschiedlichen Shirts, sondern am Text links darüber, da sieht man mehr Schwarz im Gesamtbild und passt das eigentlich exakt gleiche Rot in der Helligkeit etwas an. Wenn du den Text abdeckst, ist Rot wieder Rot. So kann man sich täuschen:

      http://de.wikipedia.org/wiki/Sieben_Farbkontraste

  2. SiriWesen schreibt:

    Diese TShirt Idee finde ich sehr interessant.

    Ich werde mal schauen, ob das nicht für unseren Stand auf dem Sommerschulfest eine Idee ist. Schließlich sollte die JapanAG aus gegebenen Anlass auch eine Spendenkasse aufmachen. 🙂 Die T-Shirts wären perfekt dafür. Muss ich mal abklären.

    Coole Sache!

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