Gott ist nicht tot, aber schwer krank

Ich kann gar nicht so schnell bloggen, wie momentan Geschichte geschrieben wird. Mit Blut, Schweiss und Tränen. Nehmen wir an, Gott existiert. Jetzt lesen wir diese Meldung:

Buch um Buch, Kopf um Kopf

Dann muss die Diagnose lauten: Gott leidet unter eine multiplen Persönlichkeitsstörung (JHWH, Allah) mit Tendenz zur Selbstverletzung. Er sollte vielleicht mal bei Satan in Therapie gehen, der hat seine bösen Murmeln wenigsten beieinander…

…und hat die bessere Musik:

Die einzige Alternative ist, Juden, Christen und Moslems sind Kinder Gottes von verschiedenen Leihmüttern und er lässt sie mit Satan spielen, der sie gegeneinander aufhetzt. Dann vernachlässigt Gott seine Aufsichtspflicht. Nun gibt es wieder zwei Möglichkeiten: Entweder ist er fern jeglicher Unfehlbarkeit oder ein astraler Assi. Neben der Kernenergie sollten wir auch gleich noch den verfluchten Monotheismus abschaffen, die Zeit ist überreif… doch wo findet sich ein Endlager für verbrauchte Religionen?

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Über twixraider

Raider heißt jetzt Twix… sonst ändert sich nix, ich suche immer noch einen Job als Scherzkeks.
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20 Antworten zu Gott ist nicht tot, aber schwer krank

  1. der_emil schreibt:

    Ich stelle meine Frage nochmal: Wenn Gott allmächtig ist, ist er dann in der Lage, einen Stein zu erschaffen, den er nicht anheben kann?

  2. kreadiv schreibt:

    ,,Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott, und Gott bleibt in ihm’’ (1 Joh 4, 16)

    • Das Fliegende Spaghetti Monster ist Soße und wer in der Sose bleibt bleibt im Fliegenden Spaghetti Monster und das Fliegende Spaghettimonster bleibt in ihm. (7 Bruder Spaghettus 4, 11)
      Zur Religion mit der besten Jenseitsqualität

      • twixraider schreibt:

        Pfui Teufel, das war unfair, das gibt 3 Tage Pastaentzug! Stell lieber mal die Gegengleichung auf. Nach der kann Gott gar nicht alle Menschen lieben und der Mensch ohne Gott gar nicht lieben. Ja, auch wenn Liebe damit nicht vollständig erklärbar ist, Logik muss sein…

      • kreadiv schreibt:

        Es freut mich auch dich kennenzulernen.

        Ehrlich gesagt, habe ich mich über diesen Spaghetti-Schwachsinn ziemlich geärgert.

        Kapiert doch endlich mal, dass die Menschen die Religion machen!!!!!! Meinetwegen muss keiner an Gott glauben. Ich versteh nur nicht, warum man ihn dann als Sündenbock für all den Bockmist, den die Menschheit veranstaltet (miss)braucht.

  3. nextkabinett schreibt:

    Du kannst wenigstens noch Worte dafür finden, mir hat’s dieselben verhagelt, als ich das gelesen habe. Deine Diagnose „Gott leidet unter eine multiplen Persönlichkeitsstörung (JHWH, Allah) mit Tendenz zur Selbstverletzung.“ hat unbedingten Wahrheitsgehalt. Allerdings würde ich die empfohlene Therapie nicht teilen, weil bei dissoziativen Störungen Konfrontationstherapie eher kontraproduktiv ist.

  4. nextkabinett schreibt:

    „[…]
    Wo rohe Kräfte sinnlos walten,
    Da kann sich kein Gebild gestalten,
    Wenn sich die Völker selbst befrein,
    Da kann die Wohlfahrt nicht gedeihn.

    Weh, wenn sich in dem Schoß der Städte
    Der Feuerzunder still gehäuft,
    Das Volk, zerreißend seine Kette,
    Zur Eigenhilfe schrecklich greift!
    Da zerret an der Glocken Strängen
    Der Aufruhr, daß sie heulend schallt
    Und, nur geweiht zu Friedensklängen,
    Die Losung anstimmt zur Gewalt.

    Freiheit und Gleichheit! hört man schallen,
    Der ruhge Bürger greift zur Wehr,
    Die Straßen füllen sich, die Hallen,
    Und Würgerbanden ziehn umher,

    Da werden Weiber zu Hyänen
    Und treiben mit Entsetzen Scherz,
    Noch zuckend, mit des Panthers Zähnen,
    Zerreißen sie des Feindes Herz.
    Nichts Heiliges ist mehr, es lösen
    Sich alle Bande frommer Scheu,
    Der Gute räumt den Platz dem Bösen,
    Und alle Laster walten frei.

    Gefährlich ist’s, den Leu zu wecken,
    Verderblich ist des Tigers Zahn,
    Jedoch der schrecklichste der Schrecken,
    Das ist der Mensch in seinem Wahn.
    Weh denen, die dem Ewigblinden
    Des Lichtes Himmelsfackel leihn!
    Sie strahlt ihm nicht, sie kann nur zünden
    Und äschert Städt und Länder ein.

    […]“

    Friedrich Schiller, Das Lied von der Glocke

  5. twixraider schreibt:

    @Emil: http://de.wikipedia.org/wiki/Fliegendes_Spaghettimonster

    @Kreadiv: Kannst du das auch in eigene Worte fassen? Und achte dabei mal auf den Gummiparagraphen…

    @SoSe: Die richtige Therapieform zu wählen wird natürlich schwierig. Auf jeden Fall stationär und die nächsten 300 Jahre Kontaktsperre zu den Schäfchen, damit die mal zur Vernunft kommen können…

    • kreadiv schreibt:

      Ja, ganz einfach (wie mayarosa auch sagt):

      Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Damit ist alles gesagt.
      Dann verbrennt keiner des anderen Koran und zerfleischt auch keinen am Maschendrahtzaun.

      Dann darf ich Gott lieben, jemand anders Allah und der Herr Twixraider keinen… jeder wie er möchte, nur nach meiner Auffassung liebt Gott auch Twixraider.
      Amen.

      … und wenn wir in der Liebe blieben (deren Ursprung meiner Meinung nach Gott ist), gäbe es eben auch keine (Glaubens-)Kriege.

      • twixraider schreibt:

        So ist die Nächstenliebe gar nicht erstrebenswert bzw. ein Ding der Unmöglichkeit, ein pathologischer Narziss müsste dann ja rumspringen wie auf Extasy und alle Leute abknutschen. Diese rauschhafte Distanzlosigkeit hab ich auch bei den Hardcore-Jesusfreaks so dick, ich will nicht von wildfremden Leuten umarmt werden, das ist wie Tantenküsse. Pfui, bäh, igitt! Ich würde es eher so formulieren:

        „Misstraue deinem Nächsten nicht kategorisch, gib ihm eine Chance und lass dich halt auch mal angenehm überraschen.“

        Damit bin ich immer ganz gut gefahren. Und nein, ich gebe keinen Generalablass, manche Leute sind einfach Idioten und/oder Arschlöcher, die keine echte Reue kennen und damit auch keine Vergebung verdienen. Was passiert, wenn man die Bibel diesbezüglich wörtlich nimmt, sieht man in der Simpsons-Folge „Der total verrückte Ned“:

        http://en.wikipedia.org/wiki/Hurricane_Neddy

        PS: Als ich ein Lümmel war, hat einer unserer Nachbarn unsere Katze mit dem Luftgewehr angeschossen, was selbst mit Beweis nur Sachbeschädigung gewesen wäre. Zum Dank habe ich seinen Briefkasten mit einem Polenböller in 1000 Fetzen gesprengt. Ist dagegen etwas einzuwenden? Seine blöden Schweinsaugen und schiefen Zähne hab ich ihm ja gelassen…

    • nextkabinett schreibt:

      Na dann …

       

  6. Zum tot sein müsste man vorher existiert haben. Der saubere Herr Zebaoth dürfte also selbst das sterben Schwierigkeiten machen. Deswegen mein Kompromiss, Gott ist nicht tot, nur seine Religionen stinken so seltsam.

    • twixraider schreibt:

      Da kommen wir der Sache schon näher, Glaube und Religion sind zwei Paar Sandalen, letztere gibt vor zu wissen. Übrigens hätte sich ein allwissender Gott schon längst erschossen, allein schon aus purer Langeweile. Der Weg ist doch das Ziel, die Suche der Sinn. Welchen hat eine Existenz, wenn es nichts neues zu lernen gibt? Gott würfelt nicht, weil er ja schon weiss, welche Augen kommen. Alles, was er tut, ist wie Malen nach Zahlen, er wäre in seiner eigenen Kausalität gefangen. „Mein Wille geschieht!“ ersetzt „Mein Wille geschehe!“. Die Konsequenz wäre eine faustidicke Depression… wenn non-lineare Wesen so fühlen wie wir.

  7. mayarosa schreibt:

    Ich werfe mal Lessing in den Ring. Nathan der Weise. In der Ringparabel ist es sehr schön beschrieben, wie die drei monotheistischen Weltreligionen zusammenhängen. Eine Lektüre, die ich jedem empfehle, der sie noch nicht gelesen hat (war im Übrigen das einzige Reclam-Büchlein, das ich freiwillig gelesen habe. Alle anderen nur unter Schulzwang.)
    Letztlich wird die Berufung auf Gott (Allah, Jachwe) als Rechtfertigung missbraucht, egal, ob es um die Verteidigung des Abend- oder des Morgenlandes geht. Am Ende geht es um Macht, Geld und Einfluss.
    In der Bergpredigt sind alle Lebensregeln enthalten. Würden wir uns kollektiv daran halten, gäbe es weder eine Koranverbrennung noch eine Stürmung des UNO-Quartiers.
    Das Wesentliche der Bergpredigt lässt sich in einem Satz sagen: Liebe deinen nächsten wie dich selbst.
    Und für den Erfolg dieser Handlungsmaxime muss man noch nicht mal an Gott glauben.
    So. Und nun habe ich eine Bitte in die Runde: Ich finde einen Blog nicht mehr, der hat vor ein paar Tagen ein Experiment gepostet, wo ein berühmter Geiger in der U-Bahn für lau gespielt hat. Und heute fand ich das Gegenstück und wollte es ihm posten, aber ich finde ihn nicht mehr. Hilfe bitte an mail@mayarosa.net. Thx.
    Das habe ich gefunden: http://www.ksta.de/html/artikel/1300555265167.shtml

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