Wet T-Shirt Contest

Eigentlich wollte ich nur einen Konter für ein Lästermaul posten, jetzt wurde wieder ein Vortrag draus. Wet T-Shirt Contests sind frauenfeindlich? Ansichtssache, es ist eben ein blödes Partykonzept für Blödmann UND -frau, die Teilnahme ist ja freiwillig. Ganz im Gegensatz zu seinen Wurzeln, dem nassen Montag. In osteuropäischen Ländern wird am Ostermontag Jagd auf Jungesellinnen gemacht bzw. diese werden nass. Der Smigus Dyngus hat durchaus einen erotischen Aspekt, ist aber keine unfreiwillige Nippelschau. Mann giesst die Frau, auf das sie fruchtbar sein möge. Natürlich ist das Ganze inzwischen etwas profaner und zur wilden Wasserschlacht ausgeartet, aber warum auch nicht. Erwachsene gebärden sich wie Kinder und haben eine Fetzengaudi, auch ohne Wässerchen. Unsere Volksfeste hingegen funktionieren gar nicht ohne, das kulturelle Armutszeugnis findet sich hier. Richtig lustig wird es natürlich bei der richtigen Witterung, wie sie um die Osterzeit in Thailand herrscht. Ich alter Partymuffel war letztes Jahr mittendrin statt nur dabei und hatte bei Songkran den sprichwörtlichen Heidenspass, schlechte Laune hat sich als nicht wasserfest erwiesen. Natürlich hat sich auch hier eine gewisse, von Touristen importierte Dekadenz breitgemacht. Trotzdem, ich würde diesen im Prinzip immer noch harmlosen Irrsinn gegen keine Wiesn, keine Love Parade und keinen Springbreak der Welt tauschen, schon gar nicht gegen einen Wet T-Shirt Contest… Wasser marsch, Baby!

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Über twixraider

Raider heißt jetzt Twix… sonst ändert sich nix, ich suche immer noch einen Job als Scherzkeks.
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4 Antworten zu Wet T-Shirt Contest

  1. nextkabinett schreibt:

    Na ja, woanders sind die Feste halt immer schöner, bunter, exotischer. Deshalb kommen ja auch so viele Italiener, Engländer, Japaner, Inder oder sonstige Menschen unterschiedlicher Nationalitäten auf die Wies’n, um sich hier gepflegt die Kante zu geben. Ich glaube, das siehst Du gerade ein wenig einseitig verklärt, mit einem Thailand spezifischen blinden Fleck .

    • twixraider schreibt:

      Nope, es geht um die Grundidee, auch bei der Tomatina oder dem indischen Farbfest kann man ohne Kante Spass haben, dieses fröhliche und weitgehend friedliche Chaos muss man erlebt haben. Unsere Fress- & vor allem Saufgelage sind damit nicht zu vergleichen. Wir haben hier eine Partymeile, auf der ohne Alk gar nichts läuft, O-Ton einer Dauergästin: „Natürlich glühe ich vor, nüchtern ist das nicht zu ertragen, total scheisse die Leute. Warum ich dann überhaupt hingehe? Na, weil alle hingehen!“. Echten Spass haben da nur die Wirte:

      http://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/Die-Politik-steht-zu-Max11-id13829731.html

  2. kreadiv schreibt:

    Weißt Du, Grundsatzdiskussionen darüber zu führen, was frauenfeindlich ist oder nicht, hat nahezu keinen Sinn.
    Die harmlosen Wurzeln dieses Brauchs, den Du hier so anpreist, haben doch mit diesen hirnlosen Aufgeil-Veranstaltungen nichts zu tun und die These, dass es nicht frauenfeindlich ist, weil die Frauen es freiwillig tun, ist nun wirklich völlig „Banane“.

    Für mich ist jede (öffentliche) Darstellung frauenfeindlich, die eine Frau (nur) als SexOBJEKT darstellt (dazu gehören für mich auch Comic-Hexen auf fliegendem Vibrator-„Besen“).

    Singst Du jetzt das Hohelied der Liebe auf die asiatischen bzw. thailändischen Frauen?

    • twixraider schreibt:

      Warum ist die Banane krumm? Weil es bei der entarteten Form des nassen Donnerstags kein Kleingedrucktes gibt, die Mädels wissen mehr oder weniger, was sie da machen. „Ich war jung UND brauchte das Geld!“ ist auch kein Argument, bei derlei Verlustigungen gibt es -wenn überhaupt! – meist nur Freisaufen als Preis. Und Schwachfug dieser Art machen echt viele mit, also sind sie durchaus repräsentativ. Ergo ist das Wet T-Shirt nur BLÖDfrauenfeindlich.
      Den Hexenblog musst du etwas genauer studieren, den schreibt auch eine Frau. Die hat sich das uralte, christliche Stereotyp „Frau + Lust = Hexe“ rausgepickt, den Spiess haben die Feministinnen ja mit ihrem Neo-Wicca-Kult umgedreht. Die Hexe auf dem Brummer ist auch ein plumpes Extrembeispiel, die anderen Posts sind etwas geschmackvoller.
      Haha, Thailand ist eine Bienenstaat, die Männer sind nur Drohnen, das Regiment führen in Wirklichkeit die Frauen. Kein Flax, die Jungs haben nur scheinbar ein bequemes Leben, in 9 von 10 Shops sitzt eine Frau am Drücker. Auch in meinem Hotel waren die meisten echten Führungspostionen weiblich besetzt, mit der Direktorin war nicht gut Kirschen essen, die hat ihre Jungs mächtig auf Trab gehalten. Das ist der grosse Irrtum, auch die Barmädchen sind nur gegen klingende Münze anschmiegsam. No Money, no Honey! Und wenn man sie heiratet, fahren die Schmusekätzchen sofort ihre Krallen aus. Langnasen sind eh zum Ausplündern da, Heiratsschwindel ist zum Weibsvolkssport geworden. Natürlich gibt es auch glückliche bzw. funktionierende Ehen, aber keine fügsamen Ehefrauen. Narumol wird ihrem Josef inzwischen auch das Taschengeld abzählen… 😀

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