Art steps in when nature fails Vol. 2

Nach den jetzt wieder aktuellen Katastrophenfilmen hab ich mich an meine Zeit als Spielekritiker erinnert, 2002 gab es mal ein wirklich aussergewöhnliches Action-Adventure namens „SOS: The Final Escape„, hier das Intro:

Eine Review und jede Menge Videomaterial findet sich hier.  Die Fortsetzungen habe ich nicht wirklich mitbekommen, diese Nischenprodukte waren auch hauptsächlich in Japan erfolgreich. Ironie des Timings: Teil 4 war für April 2011 angekündigt:

Interessanterweise wird das Problem mit Industrieanlagen und speziell Kernkraftwerken auch hier ausgeklammert, obwohl diese Nebenwirkung inzwischen hinlänglich bekannt ist. Aber es wird ja auch immer noch als Action-Adventure gehandelt, nicht als Survival-Horror. Und die Ironie des Timings geht noch weiter, im Frühling 2011 sollte auch das lange verschobene Konkurrenzprodukt „I’m alive“ auf den Markt kommen:

Wenn man jetzt noch bedenkt, dass der Reaktor Fukushima eigentlich noch diesen Monat abgeschaltet werden sollte, geht einem vor lauter apokalyptischen Zufällen der Aluhut hoch. Und der politische Flächenbrand in Nordafrika und dem Nahen Osten klingt irgendwie nach Armageddon. Ich gehe jede Wette ein, dass Nostradamus bald wieder auf den Literatur-Bestsellerlisten steht… No Future ist wieder Popkultur, Baby!

 

 

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Über twixraider

Raider heißt jetzt Twix… sonst ändert sich nix, ich suche immer noch einen Job als Scherzkeks.
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2 Antworten zu Art steps in when nature fails Vol. 2

  1. nextkabinett schreibt:

    Eine weitere Ironie ist wohl, dass diese Spiele ohne (Atom)Strom gar nicht funktionieren und die Fiktion von der Realität überholt worden ist. Und die hauchzarte Musi spielt uns die Katastrophe schön. Und überdies sieht man zwischendurch einige Kirschblüten. Ob die Japaner dieses Jahr Kirschblütenfeste feiern wollen?

    Mir gefriert das westöstliche Lächeln …

    … (Links in FB und Twitter) …

    • twixraider schreibt:

      Strom ist nicht gleich Atom, obwohl die aktuellen Konsolen schon ganz schöne Energiefresser sind. Im Prinzip ist es ja gut, wenn Spiele sich auch mit realem Horror beschäftigen, das interaktive Erleben ist ein ganz anderes als Film oder Fernsehen, „The final Escape“ ging mir ziemlich an die Nieren. Die „unpassende“ Musik ist so ein Kulturdings, die Japaner transportieren alles mögliche mit dem Weichspüler. Und Erdbeben/Tsunamis sind dort ja Alltag, also warum sollte da eine Romanze keinen Platz haben. In der Realität wird diesmal wohl auch der hartgesottenste Samurai das Hanami ausfallen lassen:

      http://de.wikipedia.org/wiki/Hanami

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