Kaffee ist Geschmacksache

Ich trinke selten Kaffee, trotzdem kommt er mir oft hoch. Heute wieder mal bei einer Werbung, die hier auf Seite 7 steht. Auf den 1.Blick nur eine dieser relativ sinnfreien Image-Anzeigen, der Look bietet sich bei dem Namen ja an. Naja, ein Steckbrief hat jetzt nicht wirklich viel mit Indianern oder Kaffee zu tun, aber was soll’s, ist doch nur Werbung… FALSCH! Die Wahrheit ist bitter, da hat man uns hinterrücks eine doppelläufige Geschmacklosigkeit vom Feinsten eingeschenkt. Hier wird sich über einen Skandal lustig gemacht, der wie eine laute Räuberpistole klingt, die Kurzfassung findet sich hier. Detailierte Artikel über die Kreise bringt die seiteninterne Suchmaschine unter Verwendung des Firmennamens ans Tageslicht. Gelesen? Genau, Wild-West-Methoden auf der einen Seite, auf der anderen sitzt man auf den Händen. Immerhin handelt es sich nicht um eine Saloonschlägerei, sondern um echtes Banditentum, da kann man im Ausland durchaus um Amtshilfe ersuchen. Aus ziemlich sehr gut unterrichten Kreisen wurde bekannt, das im Zuge der Ermittlungen bereits vor dessen „Urlaub“ u.a. das Telefon des Verdächtigen überwacht wurde, also ist die Kacke schon länger und gewaltig am Dampfen, wegen einem unbezahlten Strafzettel wird kein Lauschangriff genehmigt. Da hätte man ihm gleich alle Konten und Kreditkarten sperren können. Ja, wahrscheinlich hat er Reserven oder pumpt sich was, aber wenn sein Stellvertreter den Angestellten keine Gehälter auszahlen kann, ist ganz schnell Schluss mit aussitzen. Keine Ausgaben, keine Einnahmen, Firma dicht, rien ne va plus. Und wenn auch das nichts hilft, die elektronischen Fährtensucher spüren ihn irgendwann auf, die Kommunikationspfade sind ja bekannt. Jetzt grab doch endlich mal einer das Kriegsbeil aus, diese zynische Anzeige ist ja wohl ein überdeutlicher casus belli (Update: Die Signatur in der Anzeige ist der leicht verballhornte Name des leitenden Oberstaatsanwalts, das Kleingedruckte im Rahmen darunter wahrscheinlich eine kryptische Masturbation des Urhebers), jetzt muss es endgültig in dubio contra reum und „Gesucht, ganz oder in Scheiben!“ heissen. Howdy Justizia, riskier doch mal ein Auge…

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Über twixraider

Raider heißt jetzt Twix… sonst ändert sich nix, ich suche immer noch einen Job als Scherzkeks.
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2 Antworten zu Kaffee ist Geschmacksache

  1. kreadiv schreibt:

    Auch in der schönen Oberpfalz gibt es allerhand Lug und Betrug. Hier ein schönes Beispiel: http://www.gomopa.net/Finanzforum/betrug-sonstiges/uwe-kass-millionen-betrueger-p942825465.html
    Der feine Herr ist bis heute „unauffindbar“.

    Auch hier war ein Pinocchio der Extraklasse als Manager im kleinen Stile der Lehman Brothers am Werk: http://de.wikipedia.org/wiki/Eisb%C3%A4ren_Regensburg
    Seit dem „Crash“ backt der EVR wieder kleine Brötchen.

    Der „Kaffeemann“ hat wohl Justizia beizeiten behext, um sein Tipi unbehelligt woanders aufstellen zu können…

    • twixraider schreibt:

      Wie dicht der Filz in A. ist, will ich mir lieber gar nicht vorstellen, die Gastronomendichte im Stadtrat ist astronomisch. Der Fall F. (der Name ist bekannt, darf aber nicht ausgesprochen werden, obwohl ihn jeder im Impressum der Firmenseite nachlesen kann) ist allerdings schon Level 2. Herr F. hat sich in den letzten 20 Jahren hauptsächlich durch Ausbooten diverser Geschäftspartner einen Namen gemacht. Desweiteren hat er den Namen einer Angestellte, die ihn angeblich bestohlen hat, in der ganzen Stadt herumposaunt. Letztes Jahr hat er seinen Meister gefunden, der ihn juristisch hasenrein aufs Kreuz gelegt hat. Also Gauner 2 begaunert Gauner 1, Gauner 1 schickt Gauner 2 Russisch-Inkasso, das kommt in den besten Familien vor. Dumm war nur, dass er ausgerechnet die Fusstruppen der HA für den Job engagiert hat, die sich hier gerade das Nachtleben unter den Nagel reissen wollen. Aber wie dumm kann man sein? Damit wird man erpressbar und ist ratzfatz nicht mehr Herr im eigenen Lokal, so funktioniert der Kuhhandel. Jetzt ist die Sache aufgeflogen, womit er selbst auf der Abschussliste der HA steht. Ich vermute mal, dass er sich wieder mal als Kronzeuge herauswieseln will. Nur diesmal sind es keine Provinz-BTMler, sondern Liebhaber des kurzen Prozess.

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