Dr. Raider

Intelligenz ist relativ, Wissen auch nicht unbedingt Macht. Das Ergebnis meines letzten IQ-Tests hab ich mir erst gar nicht sagen lassen, dass ich im Kopfrechnen immer abkacke, weiss ich selbst. Das liegt aber nicht am Strohkopf, sondern am Zahlenkurzzeitgedächtnis. Ansonsten funktioniert die RAM und ROM meiner Wetware ziemlich gut, ich nehme alles mögliche auf (am besten über die Löffel), behalte viel und kann es auch verknüpfen und/oder her/ableiten. Das trennt die echt Klugen von den rein Gebildeten, die vom Frontalunterricht profitieren, man darf Auffassungsgabe keinesfalls mit Merkfähigkeit verwechslen. Jetzt schreien die Akademiker gleich wieder, was sie alles gelesen haben. Tja, Bücher (meist nach Listen) suchen, lesen, sich den Inhalt merken und dann unter den sprichwörtlichen Laborbedingungen wiedergeben ist noch keine echte Intelligenzleistung. Daten sind nur variable Parameter, das Ergebnis zählt, notfalls kann man fehlende Daten teilweise auch errechnen. Zumindestens im Bereich der Natur- und Geisteswissenschaften, in Geschichte muss man natürlich pauken. Aber das bedeutet nicht unbedingt, dass man das Wissen auch gut verarbeitet hat. Traurig, aber wahr, die meisten Menschen lernen auf Prüfungen, danach geht das meiste wieder verloren. Jetzt habe ich mal meine, weitgehend autodidaktische bzw. „so nebenbei“ erworbenen Kenntnisse in Geschichte hier getestet. Der Test hat zwar nur 96 Multiple-Choice-Fragen, aber über den Test steht „UniSpiegel“. Meine Schulkarriere hatte jedoch schon davor ein Ende (Details gehen euch einen Dreck an und tun auch nix zur Sache, ihr Scheinfreaks!), Geschichte war auch nie meine besondere Stärke. Also kein Heimvorteil, eher terra incognita. Tja, 96 Fragen später hatte ich zu meinem eigenen Erstaunen 77 richtig, etwas über 80%. Von den restlichen 20% hätte ich noch ca. 1/3 intuitiv richtig beantworten können, habe aber lieber dem Kopf als dem Bauch vertraut und bin auf dem Arsch gelandet. Dafür habe ich von den 80% wiederum ca. 1/3 mit Köpfchen gelöst, den Rest wusste ich tatsächlich, mehr oder weniger inkl. Kontext. Klar, ohne Prüfungsstress war das Quiz auch nicht sooo irre schwer, aber ich war mit durchschnittlich 20 Sekunden pro Frage auch relativ schnell. Da konnte ich mich auch gleich an das Thema Politik wagen, was datentechnisch eigentlich so gar nicht mein Ding ist, da musste ich natürlich viel mehr und länger nachdenken. Aber immerhin noch 53 von 84 Punkten, also respektable 64%. Wer das für eine eher schwache Leistung hält, möchte die beiden Tests bitte zuerst selber machen. Beim Ergebnis bitte die ungefähre Zeit und ggf. Vor- bzw. Fachkenntnisse angeben. Für den Rest des Tages verleihe ich mir auf jeden Fall einen Doktortitel in Selbstzufriedenheit. Nicht Graf Rotz summa cum laude, eben dezent überdurchschnittlich. Morgen sehen wir weiter…

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Über twixraider

Raider heißt jetzt Twix… sonst ändert sich nix, ich suche immer noch einen Job als Scherzkeks.
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