Mrs. Kartoffelkopf

Huch, die UN handelt aber schnell gegen den Möchtegern-Hannibal! Naja, relativ schnell, allerspätestens beim Einsatz von Kampfjets gegen Fussgänger hätte sofort Schluss mit lustig sein müssen. Oder auch nicht, eine ähnliche Aktion am 15. April 1986 wurde nie geahndet. Die Sanktionen sind eh nur Schall und Rauch, die Entsorgung des politischen Giftmülls bleibt wie in Ägypten am Volke hängen, man will ja all die anderen „souveränen“ Herrscher in der Region nicht erschrecken und/oder schlafende Sklaven wecken, am Ende will noch jedes Land der 3.Welt militärische Unterstützung. Wie sähe das denn aus, all diese zerlumpten Gestalten, die vor dem UN-Hauptquartier am Schalter „Soforthilfe beim Sturz von Diktatoren“ Schlange stehen. Die Mühlen der UN mahlen auch nur deshalb so ungewöhnlich flott, weil Gaddafi ja ein wenig nützlicher Idiot ist, Mubarak hatte ja bis zuletzt Schonfrist. Die sonst so übereifrige Weltpolizei USA sass seelenruhig in ihrem Dienstwagen und mampfte Donuts, während sich der Pharao direkt vor ihren Augen mit seiner Beute aus dem Staub machte. Logisch, der trug ja auch einen ordentlichen Anzug, während Gaddafi schon immer durch seine extravagante Kleidung verdächtig war. Code 19-19-19, schwuler, sozialistischer Sandnigger! Und erst diese Frisur, so etwas tragen sonst nur Tanten aus dem Allgäu. Wie die meine, die prompt den Spitznamen „Tante Gaddafi“ kassierte. Was sie nicht weiter gestört hat, sie konterte immer damit, dass man ihr doch auch so viele, hübsche Kleider kaufen soll, sie möchte ihrem Namenspatron ja alle Ehre machen. Eben eine eine praktisch veranlagte Bauerstochter mit trockenem Humor. Apropos, unser fliegender Kartoffelhändler wurde immer wegen seines breiten Dialekts und seiner zusätzlich schlampigen Aussprache gehänselt, bis er sich einen Spass daraus machte, seine Ware absichtlich zu verballhornen. Als er von seinem Traktor „Gaddafi!“ herunterbrüllte, bekam er auch wieder die Antwort „Friss selber!“. So wurde aus einem Schurken eine sprachliche Tradition wie „Hummel-Hummel! Mors-Mors!“. Ich kann mir nicht helfen, aber ich werde den Tyrann von Tripolis irgendwie vermissen, vielleicht sogar ein Träne beim Verzehr meiner Pommes verdrücken. Sozusagen ein Pawlowsches Paradox, ein echter Bösewicht wird lecker assoziiert, während die falschen Guten einen schalen Nachgeschmack hinterlassen. Bei unserer Kanzlerin (frisur- und kleidungstechnisch ebenfalls grenzwertig!) denke ich jedenfalls nur an die matschigen Essiggurken, die auf den völlig überteuerten Wurstsemmeln lagen, welche der Hausmeister in meiner verhassten Penne als Pausenbrot feilgeboten hat, doch leider ohne Jägermeister zur Besänftigung… ja, auch Hassliebe geht durch den Magen!

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Über twixraider

Raider heißt jetzt Twix… sonst ändert sich nix, ich suche immer noch einen Job als Scherzkeks.
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